[Review] Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

  • Autor:  Benjamin Alire Sáenz
  • Titel: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (4. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423717416
  • ISBN-13: 978-3423717410
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Genre: Jugendbuch / Young Adult / Coming of Age
  • Zusammenfassung: Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken. Ari fallen Worte schwer. Es scheint so, als wäre Dante die letzte Person, die es schaffen könnte, die Mauern einzureißen, die Ari um sich gebaut hat. Doch trotz ihrer Verschiedenheit werden sie Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume. Sie beginnen, die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem man manchmal auch erhebliche Hindernisse überwinden muss, um glücklich zu werden!

 


Als ich durch das Teleskop schaute, erklärte Dante mir, was ich vor mir sah. Ich hörte kein Wort. Irgendetwas passierte in mir, als ich in das weite Universum blickte. Durch dieses Teleskop war die Welt näher und größer, als ich sie mir je vorgestellt hatte. Alles war so schön und überwältigend und – ich weiß nicht – es machte mir bewusst, dass etwas in mir von Bedeutung war.

Ich bin kein großer YA-Fan. Ich denke, dass habe ich bereits bei Greens Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken erwähnt. Aber da ich zum einen aus meiner Fantasy-Phase ausbrechen wollte und zum anderen nur gutes über die Geschichte um Aristoteles und Dante gehört habe, wagte ich mich vor einer Weile erneut in die Welt der Jugendliteratur.

Zunächst einmal sei erwähnt, dass auch hier à la John Green wieder ein hohes Maß an pseudopsychologischen Dialogen und tief reflektierenden Jugendlichen vorliegt. Der Protagonist Aristoteles ging mir mit seiner dramatischen ‚Ich bin so einsam und anders‘-Mentalität auf den ersten zwanzig Seiten so sehr auf die Nerven, dass ich aufgeben wollte. Vielleicht lag es teilweise auch an dem holprigen, langsamen Anfang, in den man erstmal reinkommen muss. Überraschenderweise wuchs mir Ari dann aber doch ans Herz.

Das Buch ist bei weitem nicht perfekt, aber wunderschön. Es geht um Freundschaft, Loyalität, Liebe, Familie und Selbstfindung. Darum, dass das Leben und das Universum kompliziert sind. Und das Liebe viele Formen hat. Dies alles wird in simpler Sprache aufgearbeitet, die erfrischenderweise ohne Klischees auskommt. Ich möchte die hervorragende Übersetzung von Brigitte Jakobeit loben, die es geschafft hat, auch die Stimmung und den Charme des Originals zu übernehmen.

Auch wenn es vorwiegend um das Thema Liebe und Leidenschaften geht, versteckt sich in diesem Buch kein typischer YA-Liebesroman. Vielmehr ist es eine Geschichte über zwei Jungs, die in ihrer eigenen Geschwindigkeit erwachsen und sich ihrer Gefühle und Rolle im Universum klar werden. Handlung gibt es kaum – seltsamerweise störte mich das diesmal aber wenig, da die famose Charakterentwicklung so zentral und allumfassend war, dass ich dem Buch nicht mehr abverlangen wollte und konnte.

Ich habe hier mit Absicht nicht viel über den Inhalt verraten, nur wage meine Meinung umrissen und ein großes Plotelement verschwiegen. Denn ich finde, dies ist ein Buch, dass man ganz für sich selbst entdecken sollte.

rating4

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