Vorsätzlich habe ich euch das letzte mal mit dem Thema Neujahrsvorsätze gequält. Die folgenden fünf Vorsatzbrecher und Vorsatztäter sind einmal in sich gegangen und haben sich damit in Form von literarischen Ergüssen beschäftigt:

Nehmt euch in Ruhe Zeit, diese Blogs zu besuchen und deren Gedanken zum Thema zu lesen. Hinterlasst auch gleich ein paar liebe Worte. Und wenns euch auch so gut gefallen hat  wie mir, solltet ihr auch gleich noch den’Folgen‘-Knopf drücken. Die haben nämlich alle noch viel mehr drauf, als nur über Vorsätze zu schreiben.

Habt ihr? Gut, dann kann’s ja weiter gehen. 

Ich lese im Moment Red Rising, ein Buch in dem es darum geht, fremde Planeten zu bevölkern. Und da kam mir plötzlich eine Epiphanie: Stellt euch mal vor, ihr seid eine Alien-Rasse, die auf einen fremden Planeten kommt, um diesen zu erobern. Das klappt auch ganz gut. Der Homo sapiens scheint dumm und unterentwickelt. Doch eines Tages trefft ihr auf Kreaturen auf diesem fremden Planeten, die bis zu drei Tonnen wiegen, mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h rennen und mit einer Stärke von bis zu 8100 Newton beißen. Ihr werft euch ins Wasser um zu fliehen und ahnt euch in Sicherheit. Doch als ihr begreift, dass diese Kreaturen auch noch schwimmen können, ist es schon zu spät. Die Langsameren werden von den Monstern überrollt und zerquetscht. Die überlebenden Männer eurer Einheit flüchten sich ins Mutterschiff und verlangen von den gefangenen ‚Menschen‘ zu wissen, was für ein Ungetüm sie da verärgert haben. Der Mensch lächelt sein boshaftes, barbarisches Lächeln und flüstert in verschwörerischem Ton: „Nilpferde.

Gut, ich habe vielleicht etwas zu viel Planet: Erde geschaut. Fakt ist aber: Selbst, wenn eine Armee von Aliens á la Mars Attacks vielleicht die Menschheit unterwerfen kann, so heißt das noch lange nicht, dass auch die restlichen Tiere klein beigeben. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir tierische Abenteuer schreibt, in denen die naive Aliencrew den Wesen unserer Erde unterliegt. 

Hier eine weitere kleine Story von mir, die mir bei diesem Gedanken in den Sinn kam:


Die nächste Crew, die sich in die ‚Wildnis‘ traut, wie es der Homo sapiens nennt, ist das Equivalent eines SWAT-Teams: ausgestattet mit Waffen und Mut im Herzen betreten sie ein neues, unerforschtes Gebiet. Mit jedem Sieg über einen ‚Bär‘ und jedem erlegten ‚Wolf‘ wirst du und das Team mutiger. Langsam wissen sie, welche Teritorien sie meiden müssen, wie sie sich wehren, oder besser noch – einen Konflikt mit diesen wilden Bestien umgehen können.

Eines Nachts schlafen sie unter ihrer schützenden Brymerkrhbô, etwas, was die Menschen wohl als Zeltplane betiteln würden. Die grünen Bäume rauschen im Wind. Es riecht nach Erde und frischer Luft. Der eine Mond erstrahlt in einem warmen Licht. Diese fremde Welt scheint ein Paradies. Sogar die Geschöpfe schienen ihnen einmal nichts böses. Nur ein Flugwesen, dass die Menschen ‚Eule‘ nennen, schaut auf sie herunter und gibt gelegentlich einen Ruf von sich.

Plötzlich hörst du ein Rascheln. Es ist nur kurz, bevor wieder Stille einkehrt. Du denkst dir nichts dabei. Vermutlich nur der Wind.

Dann hörst du es wieder, diesmal näher. Du drehst dich von deinem Feldbett und siehst in den Wald. Doch nichts scheint zwischen den Bäumen zu sein. Wieder hörst du jedoch ein Rascheln im Unterholz und jetzt kannst du auch etwas riechen. Es riecht nach Moschus und irgendwie faulig. Der Geruch eines Omens. Doch woher kommt nur dieser warnende Gestank?

Als du dich aufsetzen willst, ist es schon zu spät. Siebzehn Kilo mit grobem Fell, langen dunklen Klauen und scharfen Zähnen stürzen sich auf dich und versuchen, dir die Augen zu zerkratzen und dir die Kehle durchzubeißen. Als du beginnst, dich zu wehren, entlässt das Tier plötzlich ein Sekret aus zwei Drüsen, dass dir die Tränen in die Augen und Gestank in die Nase treibt. Es bedarf einiger Kraftanstrengungen, bis du dich frei gekämpft hast und zu einem Messer greifst. Blut tropft von deinen Wunden, die bereits von Infektionen brennen. Die Kreatur faucht und flieht in die Dunkelheit, doch du kannst noch eine blutige Schnauze und weiße Streifen im ansonsten schwarzen Fell entdecken. Du blinzelst dir die Tränen aus den Augen und meidest es, nur all zu tief einzuatmen.

„Was zum Myrrrgtl war das?“, heulst du schniefend hervor.

Bei einer Videokonferenz ins Offizierszentrum des Mutterschiffs am nächsten morgen nickt der Gefangene nur wissend, wieder mit diesem barbarischen Grinsen von einem Ohr zum anderen. Er spricht das Wort ‚Stinktier‘ in seiner harten, unschön klingenden Sprache, lässt sich allerdings keine weiteren Informationen entlocken. Die Menschen scheinen begriffen zu haben, dass die Flora und Fauna den Aliens einige Probleme bereitet. Nun sagen sie kaum noch etwas, sondern klären höchstens unter gehässigen Lauten, die sie ‚Kichern‘ und ‚Lachen‘ nennen, was vorgefallen war.

Die Invasion geht nur langsam voran.

Bären, Hippos, Stinktiere, Wölfe: Es wird offensichtlich, dass diese Welt für den Unvorbereiteten eine Todesfalle darstellt. Auf dem Weg zurück zum Mutterschiff hast du Jaxum durch eine Pflanze verloren. Nicht etwa wegen einer beweglichen, oder gar karnivoren Pflanze; nur eine anscheinend harmlose Pflanze, die bei Jaxum eine allergische Reaktion hervor brachte. Seine Nase schwoll an, seine Augen tränten und plötzlich konnte er nicht mehr atmen. In weniger als einer Raik’or war er tot. Kommandant Vrk starb an einem Insektenbiss; einem kleinem lokalen Biest, dass sein Gift mit einem winzigen Stachel mit atemberaubender Schnelligkeit in die Haut des Kommandanten stich.

Als ihr endlich das Schiff erreicht, lässt dich der Quarantäne-Offizier nicht hinein, da der Geruch an dir trotz Verbrennung deiner gesamten Ausrüstung und Reinigung mit all ihren vorhandenen Mitteln an dir haften bleibt. Du bist dir außerdem sicher, dass deine Nase niemals wieder so sein wird, wie vorher. Nun sitzt du vor dem Schiff mit einigen anderen Opfern der Natur in einer eigenen Quarantänekapsel. Obwohl die Kapsel keine Gerüche heraus lässt, testen die anderen erst die Windrichtung, bevor sie an dir vorbei laufen. Diese miesen Grpftlöngs. Würdest du um die Sitte der Menschen wissen, würdest du ihnen wohl regelmäßig den Mittelfinger zeigen.

 


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