Zum letzten Tag des Jahres 2016 gebe ich auch diesen Samstag wieder Hausaufgaben auf. Ich bin mir aber sicher, dass viele sich schon Gedanken gemacht haben und deswegen ganz schnell ihre Inspiration finden. Das Wort für die nächsten zwei Wochen lautet: Vorsätze. Sehr kreativ, ich weiß. Bevor ich euch aber meine eigenen Gedanken dazu doziere, kommen hier noch die Teilnehmer von den fünf wundersamen Weihnachtswörtern:

Dankeschön für diese tollen Interpretationen! Ich hoffe ihr habt den Vorsatz gefasst, auch weiterhin so kreativ zu bloggen?


Ich zitiere:

Vor­satz, der oder das

Wortart: Substantiv, maskulin
1. etwas, was sich jemand bewusst, entschlossen vorgenommen hat; feste Absicht; fester Entschluss
  • ein löblicher Vorsatz
  • gute Vorsätze haben
  • den [festen] Vorsatz fassen, nicht mehr zu rauchen
  • einen Vorsatz fallen lassen, vergessen
  • an seinem Vorsatz festhalten
  • ich bestärkte sie in ihrem Vorsatz
  • der Angeklagte handelte nicht mit Vorsatz (vorsätzlich, bewusst)

Ich musste diese Woche laut los lachen, als ich in diversen Werbepamphleten Sportgeräte, Diätpulver und Nikotinkaugummis entdeckte. ‚Power-Eiweiß-Riegel! Nur 3,99€!‘ Der Handel reibt sich die Hände in Vorfreude auf das Geld, dass der Verbraucher ausgibt, um für drei Wochen am Ball zu bleiben und dann die Produkte mit schlechten Gewissen versauern zu lassen.

Ich habe ein Problem mit Neujahrsvorsätzen. Um das nicht mißzuverstehen: Ich habe durchaus Vorsätze. Viele sogar. Nur fasse ich die mir regelmäßig, und nicht nur zum Neujahr. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Silvester. Hübsches Feuerwerk, feiern bis tief in die Nacht, Bleigießen, Glückskekse; das ganze Tamtam. Aber sobald darüber geredet wird, dass ‚ab morgen alles anders wird‘, würde ich demjenigen am liebsten den halbtrockenen Rotkäppchen-Sekt über den Kopf schütten.

Neujahrsvorsätze sind mir ein Graus, da die meisten Menschen zu glauben scheinen, dass nur das neue Jahr ein Grund ist, um in ihrem Leben etwas zu ändern. Dabei können wir diesen Entschluss doch jeden Tag fassen! Wir brauchen keinen festen Termin, um uns für Veränderungen zu entscheiden. Ich entschloss mich zum Beispiel, im März diesen Jahres etwas an meinem Leben zu ändern. Und siehe an: ich bin tatsächlich stolze Nichtraucherin. Im April entschied ich mich dazu, gesünder zu essen und im Mai begann ich mit einem straffen Lauftraining. Nicht immer läuft alles glatt und oftmals will ich gern mal alles hinschmeißen. Es gibt noch so viel mehr, dass ich an mir ändern möchte. Aber das schaffe ich auf Garantie nicht alles in einem Rutsch ab morgen.

Wer also in wenigen Stunden motiviert Vorsätze formuliert, den bitte ich um drei Dinge: Seid realistisch, macht kleine Schritte und tut es nicht für andere, sondern für euch selbst. Verändert euch vorsätzlichBewusst. Vergesst eure Vorsätze nicht einfach, nur weil es schwer ist, sich daran zu halten. Veränderungen finden nicht an einem Tag statt. Und erst recht nicht am ersten Januar, wenn der Kater noch im Kopf sitzt und die Essensreste vom Vortag locken. Veränderungen finden in vielen kleinen Momenten statt. Und selbst, wenn man es nicht im ersten, zweiten oder siebzehnten Anlauf schafft, kann man trotzdem an seinen Vorsätzen festhalten.

Ob mit oder ohne Neujahrsvorsätzen: Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen ein berauschendes Neujahrsfest und einen gelungenen Start ins Jahr 2017.


Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Ich gebe alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

Du möchtest am Story-Samstag teilnehmen? Dann verlinke hier doch einfach deinen Beitrag per Pingback oder Kommentar. Gern darfst du das Story-Samstag Logo in deinen Beitrag einbinden. Spätere Beiträge von Neueinsteigern oder Spontanlyrikern trage ich natürlich jederzeit gern nach. Selbst wer nicht mitmacht, kann sich freuen: Die Reaktionen auf die gegebenen Aufgaben sind so kreativ wie tiefgründig. Es lohnt also, sich durchklicken und die Interpretationen der talentierten Schreiberlinge zu lesen!


Ps.: Ich habe zu spät gesehen, dass auf dem Mitmachblog ebenfalls literarische Ergüsse zu Neujahrsvorsätzen Thema sind. Ich verweise deswegen nur all zu gern auf die sehr unterhaltsame Vorsatzreihe von Fräulein_Ich und Kollegen. 

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