• Autor: Jennifer L. Armentrout
  • Titel: Obsidian. Schattendunkel (Lux #1)
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Carlsen (25. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551583315
  • ISBN-13: 978-3551583314
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Genre: Fantasy / Liebesroman / YA

amazon-buttonZusammenfassung (lt. Amazon): Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…

Daemon mochte körperlich das perfekteste männliche Wesen sein, das ich je gesehen hatte – jeder Künstler würde sich darum reißen, ihn zu zeichnen –, das änderte aber nichts daran, dass er der größte Mistkerl unter der Sonne war.

Viele meiner ‚Lesefreunde‘ auf Goodreads, in Facebookgruppen und anderen Leserunden sind von Obsidian begeistert. Das respektiere ich. Ich verstehe sogar warum: eine Hassliebesbeziehung zwischen einem heißen Bad Boy und einer bücherliebenden Normalo-Schülerin, ein seltsames Mysterium in der Stadt und ein Rätsel, dass die coole, neue beste Freundin und ihren Bruder umgibt. Ab und zu war ich von den Rätseln eingenommen, doch schnell wurde ich wieder daran erinnert, warum mich dieses Buch so aufregte.

Beginnen wir bei unserer Protagonistin Katy, die recht vielversprechend war. Sie ist das neue Mädchen in der Stadt, hat Persönlichkeit und Köpfchen, lebt ihre Hobbies aus und hat ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Obwohl sie Bücher liebt, war sie keine dieser introvertierten Büchermäuse, sondern ein freches Mädchen mit Charakter.

Armentrout führt nach dieser Charaktervorstellung sogleich auch den männlichen Bad Boy vor. Und an diesem Punkt stagnierte für mich sofort das Potential des Buches.

Anscheinend sind jetzt Aliens die neuen Vampire: Edward 2.0; anstatt zu glitzern, wird mit 200 sanftglühenden Watt geleuchtet. Die gesamte Handlung schien mir wie eine Twilight- Kopie, nur ohne das Stalking und Bellas emotionale Abhängigkeit. Wer wie ich die Dynamik zwischen Bella und Edward auch als ungesund empfand, wird in der Lux-Reihe vermutlich eine angenehme Alternative finden. Dafür gibt es auf jeden Fall Pluspunkte.

Ich hätte diesem Buch insgesamt auch ein besseres Rating verpasst, wenn ich mich nicht so fürchterlich gelangweilt hätte. Die Geschichte hatte durchaus Potential und hätte sich in eine richtig interessante Richtung entwickeln können. Leider wurde der Funken jedoch von einer banalen Lovestory erstickt. Wieder mal wurden alle Clichés eines YA-Romanes erfüllt – sogar der Highschool Ball war dabei – und bediente sich dabei ein paar paranormaler Elemente, um es interessanter zu gestalten.

Ich denke, ich werde diese Faszination für paranormale Liebesromanzen niemals verstehen. Genau wie Twilight und Pan lässt mich auch der Einstieg in die Lux-Reihe kalt. Ich weiß nicht, ob es der Fakt ist, dass sich ein Mensch in ein paranormales Wesen verliebt oder diese schnulzigen High-School – Romanzen an sich, die ich einfach nicht ertragen kann.

Nachtrag: Habe mich soeben an Bücher mit rassenübergreifenden Liebespaaren erinnert, die ich trotzdem oder gerade deswegen mochte. Arwen und Aragorn zum Beispiel. Oder Harry Dresden und die Halb-Vampirin Susan Rodriguez. Ergo sind es definitiv das nervige High-School-Setting und die pubertierenden Pseudo-Krisen. Sollte also jemand ein gutes YA-Buch ohne nervige Lovestory finden, der möge mich kontaktieren. Bis dahin werde ich diesem Genre vermutlich erst einmal entsagen.

bewertung1459817230_coffee_641459817230_coffee_641459817230_coffee_6421459817230_coffee_6421459817230_coffee_642

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