Nach einer wahren Geschichte:

„Schön‘ guten Tach! Was darf’sn bei Ihnen leck’res sein?“

„Inehmasaladmigarneleunaspezi.“, kam es schnell.

Meine Kollegin sieht den Herren vor ihr mit einem freundlichen Lächeln, aber fragend an. Er schien sich anscheinend der Sprachbarriere bewusst und deutete mit dem Finger auf den Salat mit Garnelen in der Auslage.

„Jochurt odor Balsamigo?“

Wieder fragende Blicke.

„Bal’zamicheskiy uksus?“fragte sie in russisch. Oftmals kam sie damit weit, da viele unserer Gäste oftmals aus dieser Ecke der Welt kamen. Doch Fehlanzeige.

Meine Kollegin winkte mich heran und baute auf meine Fremdsprachen-Kenntnisse. Ich versuchte mein Glück wie immer zuerst mit Englisch.

„Would you like balsamico vinegar or yoghurt dressing with that?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Vinaigrette au yogourt ou balsamique?“ Der Mann runzelte die Stirn. Da der Herr mir nicht asiatisch anmutete, versuchte ich es nicht erst mit japanisch, sondern hob je eine Dressingvariante gut sichtbar hoch. Der ältere Mann deutete auf das Dressing seiner Wahl. Ich nickte und lächelte freundlich, fragte ihn mit ein paar Gesten, ob das alles sei. Er deutet auf eine Flasche Mezzo Mix. Ich nickte, kassierte ab und deutete auf den Betrag, der auch dem Kunden angezeigt wird. Ich verabschiedete mich mit einem global bekannten ‚Bye!‘ und höre meine Kollegin in schönstem Dresdner Dialekt leise murmeln „Boarschwer noch ma bleede mit den Turis.“

„I versteh die Sachsen au ni“, hörte man seine Beigleiterin beim Fortgehen in einem halbwegs verständlichen bayrisch. „Aba eins musta lassn: freundli sinsa!“

 

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