Die Singende Lehrerin hat sich gedacht, sie macht ihren Namen mal zum Programm und rief zur Blogparade auf.

Gesucht: 10 Lieder, möglichst keine aktuellen Hits, bei denen ihr laut aufdreht, lauthals mitsingt oder die Tanzfläche stürmt.

Und ich muss sagen, dass war gar nicht so einfach. Ich singe zu so ziemlich allen eingängigen Songs dreistimmig mit (das heißt laut, schief und voller Enthusiasmus). Da ich musikaffin bin und mein favourisierter täglicher Soundtrack sowieso hauptsächlich vor der Jahrtausendwende geschrieben wurde, musste ich von meiner langen Liste ein paar heraus picken.

  1. John Farnham  – You are the voice

Schon hier hatte ich ganz schön zu knobeln. Es gibt solche Lieder, die man als Hymnen der Musikgeschichte bezeichnet. Bei mir kämpften hier die drei Herren John Farnham, John Miles mit Music und Billy Joels Piano Man um die Vorherrschaft in dieser Liste. Ich konnte mich nicht entscheiden. Alea iacta est.

2. Spice Girls – Wannabe

Ich bin ein Mädchen der 90er. Ich denke, dass ist Erklärung genug. 😉

3. Die Prinzen – Alles nur geklaut

Ich habe hin und her überlegt. Was nimmt man denn im deutschsprachigen Raum? Falko vielleicht? Oder Die Doofen mit Mief? Nena? Alles Tophits, zu denen ich lauthals mitgröhle. Die Prinzen – genau so wie die Ärzte – reihen sich bei mir bei diesen Namen in den Top Ten der deutschsprachigen Bands ein. Die Frisuren waren zwar grenzwertig, aber die Songs blieben im Ohr und die Texte waren einprägsam.

4. Deichkind – Krawall und Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah!)

Apropos deutsche Interpreten: Dieses doch etwas monotone Werk von Deichkind hat für mich eher nostalgischen Wert und ist aufgrund der Tatsache in dieser Liste gelandet, weil es zusammen mit Lützenkirchens 3 Tage wach die Disco-Hits waren und noch sind, bei denen ich den Floor stürmen muss. Seit 2010 macht Laserkraft3D mit Nein Mann diese Titel zur Dance- Dreiheiligkeit. Ich bin sowieso ein Deichkind-Fan. Gehaltvolle Texte gehen zwar anders, aber wenn man richtig schön laut aufdreht muss man bei diesen Bässen einfach mitgehen. Außerdem haben die Jungs eine geniale Bühnenshow, die mich jedes mal umhaut, wenn ich Deichkind live sehe. Leider geil.

5. Queen -Don’t stop me now

Da die Singende Lehrerin bereits die böhmische Rhapsodie erwähnte – die bei mir ungeschlagen DAS Lied schlechthin von Queen ist und das mir beim Karaoke auch immer für beste Performance einen Kurzen beschert – sei hier ein weiteres meiner Queen-Favos genannt. Obwohl man bei Queen wohl kaum von Favouriten reden kann. Queen ist episch, egal, welchen Song man hört.

6. Alannah Myles – Black Velvet

Ihre Stimme ist wie ein schokoladiger Whisky, der Beat ein lebenswichtiger Herzschlag. Neben Melissa Etheridge und Tina Turner hat Alannah Myles eine dieser kraftvollen und gleichzeitig gefühlvollen Stimmen, die mir direkt unter die Haut gehen. Die Singende Lehrerin und ich können uns im Musikgeschmack die Hände reichen.

7. Richard Wagner – Ritt der Walküre

Haltet mich jetzt nicht für verrückt. Ich weiß, man kann zu Wagner schlecht mitsingen und so richtig zum Tanzen läd es auch nicht ein. Aber zum laut aufdrehen ist der Walkürenritt auf jeden Fall. Sowieso sollte man Klassik immer laut hören. Ich werde immer belächelt, wenn ich für ein Rock-Konzert absage, weil ich mal wieder Karten für die Oper habe. Ich finde eben, Klassik rockt. Ich bin zwar eher für den leichteren Vivaldi und Delibes, statt für Mozart und Wagner. Aber diesem besonderen Stück liegt ein kleiner Schwank zugrunde: Mein Fahrlehrer hörte liebend gern Klassik. Und es begab sich zu einer Zeit, dass die Tante Tex das Rückwärts einparken erlernte. Lasst euch sagen: Es ist ein unvergesslicher Moment, wenn man zum Abschlusscrescendo perfekt in einer Parklücke steht.

8. ACDC – Thunderstruck

Thunderstruck steht hier als Repräsentant für jeden guten Classic Rock. Auf meiner Brainstorming-Liste für diesen Beitrag hatte ich auch Paradise City von Guns N’Roses, Bob Segers Old Time Rock’n’Roll, Sympathy for the Devil von den Stones und Def Lepperts Pour some sugar on me. Gebt mir ein paar laute Gitarrenriffs und ihr werdet mich headbangen und mitgröhlen sehen.

9. Nina Simone – Feeling Good

Ich habe eine Schwäche für einzigartige, starke Stimmen, die unter die Haut gehen. Adele und Amy Winehouse zum Beispiel, Dame Shirley Bassey, Ella Fitzgerald oder Nancy Sinatra. Und wenn diese dann noch voller Gefühl und Soul einen Teil ihrer Seele ins Mikrofon zu hauchen scheinen, ist das für mich Grund genug, das Radio richtig laut aufzudrehen. Cry me a river, Leute! Gänsehaut pur.  Zu dieser Art Seelenmusik zählt für mich unter anderem Feeling Good.  Da es seltsamerweise die Version von Nina Simone nicht auf YT gab, bekommt ihr eine Interpretation von Michael Bublé. Aber der macht das auch ganz passabel, oder was meint ihr?

10. 4non blondes – What’s up

And so I cry sometimes
When I’m lying in bed
Just to get it all out
What’s in my head
And I am feeling a little peculiar
And so I wake in the morning
And I step outside
And I take a deep breath and I get real high
And I scream at the top of my lungs
What’s going on?

Und alle: HEY HEY HEYeyey ~

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