• Autor: Terry Brooks
  • Titel: Die Shannara Chroniken – Elfensteine
  • Originaltitel: The Elfstones of Shannara
  • Taschenbuch: 736 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734161045
  • ISBN-13: 978-3734161049
  • Genre: Fantasy/ High Fantasy

Zusammenfassung: 

amazon-button Der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen, stirbt. Mit ihm vergeht auch der Bann, der die Dämonen aus der Welt der Sterblichen fernhält, und die ersten dieser Bestien haben die magische Grenze bereits überwunden. Amberle Elessedil, die Tochter des Königs der Elfen, ist die einzige, die einen neuen Ellcrys pflanzen kann. Um das letzte Samenkorn des Ellcrys zum Leben zu erwecken, begibt sie sich auf gefährliche Reise zum Wildewald. Denn die Dämonen wissen von ihrer Aufgabe und sie werden alles tun, um sie aufzuhalten. Zum Glück steht ihr der junge Heiler Wil zur Seite – und mit ihm die Elfensteine von Shannara.

Rezension:

In uralter Zeit, noch vor den großen Kriegen, vor der Dämmerung der Zivilisation in der alten Welt, ja, noch vor dem Erscheinen der alten Rasse der Menschen, hatte zwischen den guten und den bösen Mächten ein erbitterter Kampf getobt.

Ich gebe gleich zu Beginn zu, dass ich durch die TV-Serie auf diese Reihe aufmerksam geworden bin. Und wie viele andere auch habe ich den ersten Teil – Das Schwert von Shannarah – übersprungen. Dadurch erschlossen sich mir ein paar wenige Einzelheiten nicht, was tat der Story im großen aber keinen Abbruch tat. Aber zumindest in der Rezension gehen wir mal der Reihe nach:

Das erste Wort, was mir auf den ersten Seiten kam, war tolkienesk, kein Wunder, erschien die Reihe doch in den 80ern. Ähnlich wie Tolkien beschreibt auch Brooks seine High-Fantasy-Welt sehr ausführlich und lässt sich sehr viel Zeit dabei. Ich wurde aber vorgewarnt. Mir wurde gesagt, die Chroniken lesen sich wie eine Herr der Ringe – Fanfiction. Da mag durchaus etwas dran sein, aber ich fühlte mich dennoch gut unterhalten. Der Beginn war fesselnd. Die Hauptstory, die sich durch das Buch zieht, war interessant. Auch das Ende war beeindruckend und hinterließ mich traurig, als auch beeindruckt.

Den Mittelteil jedoch empfand ich als unspektakulär, da er sich – insbesondere durch den Erzählstil – zäh dahin zog. Zum einen störten mich die eingeschobenen Hintergrundgeschichten an den ungünstigsten Stellen. Sie ließen die Spannung aus der Handlung, wie Luft aus einem undichten Ballon. Brooks scheint zudem von einem sehr unaufmerksamen Leser auszugehen, denn er betont die gleichen Informationen um den Ellcrys in jedem Kapitel aufs neue. Mir wurde auch klar, warum sich diese Story für eine Serie anbot: Die Protagonisten treffen auf unzählige Schwierigkeiten, die es  – teilweise viel zu leicht – zu überwinden gilt.

Auch die Charaktere waren für mich nur sehr flach und stereotypisch beschrieben. Sie waren mir fremd und unnahbar und ich konnte nur schwer eine Bindung zu ihnen aufbauen. Sie schienen lediglich ihre Aufgabe erledigen zu wollen und die Emotionen, welche die Protagonisten doch eigentlich antreiben sollte, blieben mir auf der Strecke.

Trotz all dieser Kritik mochte ich das Buch. Zum einen waren die Kampfszenen unglaublich bildlich und fesselnd beschrieben. Oftmals rolle ich bei Kampfszenen in Büchern nur mit den Augen, weil sie entweder zu langsam oder schlecht choreografiert wirken. Hier waren sie mir die liebsten Stellen. Außerdem haben Bücher dieser Art für mich immer einen besonderen Stellenwert. Eine Gruppe, die auszieht, eine fast unüberwindliche Quest zu bestehen, spricht den Rollenspiel-Fan in mir jedes mal an.

Wer High-Fantasy – Stories á la Tolkien mit blumigen Beschreibungen und grandiosen Kampfszenen mag, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

bewertung1459817230_coffee_641459817230_coffee_641459817230_coffee_641459817230_coffee_6421459817230_coffee_642

 

Advertisements