• Autor: J.K.Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
  • Titel: Harry Potter & the cursed child
  • Gebundene Ausgabe: 343 Seiten
  • Verlag: Little, Brown Book Group (31. Juli 2016)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0751565350
  • ISBN-13: 978-0751565355
  • Genre: Fantasy /Theater

 

Zusammenfassung (lt. Amazon): Based on an original new story by J.K. Rowling, John amazon-buttonTiffany and Jack Thorne, a new play by Jack Thorne, Harry Potter and the Cursed Child is the eighth story in the Harry Potter series and the first official Harry Potter story to be presented on stage. The play will receive its world premiere in London’s West End on 30th July 2016. It was always difficult being Harry Potter and it isn’t much easier now that he is an overworked employee of the Ministry of Magic, a husband, and father of three school-age children. While Harry grapples with a past that refuses to stay where it belongs, his youngest son Albus must struggle with the weight of a family legacy he never wanted. As past and present fuse ominously, both father and son learn the uncomfortable truth: sometimes, darkness comes from unexpected places. This Special Rehearsal Edition will be available to purchase until early 2017, after which a Definitive Edition of the script will go on sale.

spoilerfreie Review: Ich habe wirklich lang überlegt, wie ich diese Rezension verfasse, um das ganze Spektrum meiner Meinung richtig herüber zu bringen. Beginnen wir vielleicht erst einmal mit meiner Begeisterung für Harry Potter. Ich bin mit Harry aufgewachsen, habe seine Geschichte mit jedem neuen Buch verfolgt und war emotional leer, als ich realisierte, dass diese Reise ein Ende fand. Die Serie war gelungen, der siebte Teil ein Abschluss, der die Sache rund machte. Ich wollte nicht, dass diese Reihe womöglich unnötig fortgesetzt wurde. Und doch fragte ein kleiner Teil in mir: „Soll es das gewesen sein?“

Deswegen bin ich begeistert, dass es eine ‚Fortsetzung‘ gibt. Und diese Fortsetzung ist dabei so anders und neuartig, dass es mir gar nicht in den Sinn kam, The cursed child als einen achten Teil zu betrachten. Es liest sich eher wie eine gewaltige Fanfiction, die da von JKR abgesegnet wurde. Die magische Welt, viele Charaktere, die Zaubersprüche, Tierwesen und Artefakte; all das was ich armseliger Muggel lieben lernte, wurde in The cursed Child wieder aufgegriffen. Jeder Harry-Potter – Leser wird schnell viel Bekanntes wieder erkennen. Überraschenderweise hatte ich viele Momente, die ich mir so in den HP-Bänden ersehnte. Deswegen hatte es für mich ein wenig diesen Fanfiction-Charakter: denn mal ehrlich, wann erfüllen Autoren schon die geheimen Wünsche der Leser?

Vielleicht kurz zum Erzählstil: Es ist kein Roman, sondern ein Skript zum neu angelaufenen, gleichnamigen Theaterstück. Das Buch lebt nur von seinen Dialogen, angereichert mit Sätzen wie ‚Hermine verlässt die Bühne‚ und ‚Ort: Hogwarts‚, damit man sich als Leser eine ungefähre Vorstellung davon machen kann, was vor sich geht. Außerdem ist sowohl das Stück, und damit einhergehend natürlich auch dieses Skript für Kinder von 9 bis 16. Man möge sich also klar machen, dass die Story weder besonders schwierig zu durchschauen, noch mit all zu gruseligen Elementen angereichert ist. Es ist für Kinder gedacht – und natürlich für den Harry Potter Fan, der gern noch einmal nach Hogwarts möchte.

Die Geschichte schien mir tatsächlich darauf angelegt, so viele bekannte Elemente wie möglich in das Skript einzubauen und fällt meiner Meinung nach nicht all zu originell aus. Die Protagonisten Albus und Scorpius versuchen auf ihrem Abenteuer, ihre Väter Harry und Draco etwas besser zu verstehen. Was die Story für mich interessant machte war der neue Blickwinkel, den man in diesem Skript erhielt. Auf jeder Seite lauerte für den Leser die Frage ‚Was wäre gewesen, wenn…?“ Treu den Originalen sind außerdem wieder Freundschaft, Liebe und Selbstfindung zentrale Themenschwerpunkte.

Ich mag vielleicht etwas pathetisch klingen, aber für mich war dieses Buch wie ein Klassentreffen: Da sind sie wieder, meine Freunde von damals. Erwachsener zwar, mit Lach- und Sorgenfalten im Gesicht, aber im Grunde noch immer die Gleichen. Die Zeit steht für niemanden still, sagt man, aber mit diesem Buch konnte man sie etwas zurück drehen.

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