Wenn du einen Krimi/Thriller o.ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Mörder/Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?

Das Buchfresserchen fragt im Namen Lindas von Dufttrunken am heutigen Montag, ob ich während des Lesens kriminalisiere. Dazu ein deutliches Ja.

Ich bin so ein Leser, der jeden kleinen Hinweis aufsaugt. Kein Wunder, habe ich doch als Kind die Geschichten von Sherlock Holmes, Miss Marple und Poirot verschlungen. In den Regalen meiner Eltern fanden sich zudem eine stolze Anzahl von Mystery, Thrillern und Krimis, die ich mir nach und nach vom Regal gemopst habe, um des Nachts klamm heimlich unter der Decke Mörder zu jagen. Noch heute habe ich eine Faszination für Psychothriller, also den richtig kranken Scheiß, verzeiht mein Französisch.

Dadurch, dass ich gut im Training stehe, habe ich mir zugegebener maßen schon das ein oder andere Buch vermiest, weil ich die Protagonisten im Geiste, und gelegentlich auch mündlich anschreie, wie blind man doch sein muss, die offensichtlichen Indizien nicht richtig zu deuten. Das endete manchmal in Frust. Leider gibt es nur wenige Autoren, die es schaffen, mich bis zum Ende hin im Argen zu lassen. Deswegen erfreue ich mich um so mehr an Büchern, die bis zur letzten Seite spannend bleiben oder ungewöhnliche Auflösungen bereit stellen. Interessant finde ich es immer, die Entwicklung der Handlung aus der Sicht des Mörders zu lesen. Da der Täter schon bekannt ist, kann ich mich entspannen und der gedanklichen Argumentation des Psychopathen lauschen.

Aufgrund meiner hohen Aufklärungsrate habe ich bei Filmen und dem wöchentlichen Tatort Redeverbot.

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