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  • Autor: Ina Linger
  • Titel: Falaysia – Fremde Welt #1
  • Taschenbuch: 330 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (12. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1484058569
  • ISBN-13: 978-1484058565
  • Genre: Fantasy / High Fantasy

Zusammenfassung (lt. Amazon): Unvermutet und plötzlich wacht Jenna in einer ihr völlig fremden, mittelalterlichen Welt auf und weiß zunächst gar nicht, wo ihr der Kopf steht und was sie tun soll. Erst als sie auf ein altes Bauernpaar stößt, erfährt sie, dass sie sich in Falaysia befindet, einer Welt, die sich von der ihren völlig unterscheidet. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, bleiben für sie jedoch zunächst unbeantwortete Fragen – bis sie Leon begegnet, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt, jedoch schon seit Jahren in Falaysia verschollen ist. Durch ihn erfährt sie, dass ihre Tante Melina und deren alter Freund Demeon für ihre missliche Lage verantwortlich und sie beide in ein gefährliches ‚Spiel‘ verwickelt sind, das sie erst noch begreifen müssen. Obwohl Jenna und Leon sich gegenseitig nicht wirklich geheuer sind, beschließen sie, sich zusammenzuraufen und zu versuchen, gemeinsam den Weg durch die Länder Falaysias zurück nach Hause zu finden. Dies ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen. Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der noch eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt…

Rezension:

Nach dem Motto ‚Don’t judge a book by it’s cover‘ sollte man sich von dem Äußeren der Falaysia-Reihe nicht abschrecken lassen. Auch wenn die Cover so aussehen, als hätte man sie zuhause mit Photoshop-Grundkenntnissen selber zusammen gebastelt, ist der Inhalt vielversprechend. Nicht umsonst gewann das Buch 2012 den dnbp (der neue buchpreis) für Selfpublishing-Autoren in der Kategorie ‚Belletristik‘.

Der Auftakt dieser siebenteiligen Reihe (also quasi eine Septologie? Oder habe ich dieses Wort soeben erfunden?) lässt einen sofort in ein High-Fantasy- Abenteuer fallen. Neben der Rahmenhandlung in Salisbury, die das Buch einleitet und in dem im wir uns erst im Epilog wiederfinden, spielt die eigentliche Geschichte in einem mittelalterlichen Land voller Feen, Drachen und fantasievoll erdachten Gestalten, die nur all zu gern Menschen fressen. Doch nicht nur die Kreaturen haben es in sich: Diese Welt ist voller kriegerischer Völker und Spielfeld eines Machtspiels zwischen Zauberern und Königen.

Die Familientherapeutin und Pazifistin Jenna wird in ihren ethischen Grundfesten also ziemlich erschüttert, als sie plötzlich in diese Welt fällt, in denen Diskussionen mit Schwertern beendet werden. Nicht nur die starke Protagonistin, sondern auch die anderen Charaktere waren mir sofort sympathisch und wirken authentisch. Die Hintergründe der Figuren sind teilweise sehr schwammig. Ich hoffe, dass diese Fragen in den Folgebänden aufgelöst werden. Die Autorin schafft es gekonnt, den Leser über die konkreten Rollen im Argen zu lassen, was den Ausgang der Geschichte unabsehbar macht.

Die etwa 300 Seiten waren durch die bildliche Sprache und gelungenen Dialoge nach dem etwas trägen Anfang dann doch schnell ausgelesen. Gelegentliche sprachliche Schnitzer waren ärgerlich, tun der Handlung aber keinen Abbruch. Szenen voller Action werden durch kurze Verschnaufer abgelöst, die genutzt werden, um die Welt Falaysias vorzustellen. Die Handlung ging zügig voran, stellte mir jedoch immer mehr Rätsel auf, die nur ungenügend geklärt wurden. Hier hätte ich mir gewünscht, zumindest schon ein paar Details zu erfahren, damit ich wenigstens halbwegs weiß, woran man ist. Die Handlung endet abrupt; also noch ein Grund, diese Reihe weiter zu lesen.

Der Start dieser High-Fantasy – Reihe ist der Autorin jedenfalls gelungen. Mir hat ein gewisses Etwas gefehlt, aber neugierig auf die Fortsetzung bin ich allemal geworden. Von mir eine klare Leseempfehlung:

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