[Fitness] Tante Tex 2.0?

Es haben schon einige gefragt, wann es denn endlich mit der Fett-weg-Challenge losgeht. Heute!

Bevor ich in den Urlaub fuhr brachte ich knapp 70 Kilo auf die Waage. Da ich mein British Breakfast jedoch genießen wollte, entschloss ich mich dafür, erst nach den Kalorienbomben mit meinem ‚Endlich Fitter!‘-Programm zu starten. Um die künftige Ernährungsumstellung wissend habe ich geschlemmt und die letzten Tage der fettigen Ernährung voller Kohlenhydrate und Zucker noch einmal voll ausgenutzt. Aber jetzt zieht die Tante Tex ganz andere Seiten auf.

Hier also die nackten, ungeschminkten Fakten:

Oberarm 31 cm
Brust 95 cm
natürliche Taille 77 cm
untere Taille 93 cm
Hüfte 103 cm
Oberschenkel 63 cm
Wade 38 cm
Gewicht 71.1 kg
Wasseranteil 50.9 %
Körperfettanteil 30.2 %
BMI 24.9

 

fettweg_vorher

Machen wir mal eine kleine Analyse: Wasser- und Körperfettanteil sind laut meiner Liste vollkommen im Normalbereich. Laut BMI liege ich 100g über Normalbereich und bin damit ‚leicht übergewichtig‘. Auf diese Zahlen gebe ich allerdings nicht viel. Diese Skalen wurden für die Durchschnittsmasse geschaffen und nicht für das Individuum. Die Bilder sprechen entgegen all den wissenschaftlich gesetzten Normen nämlich eine etwas andere Sprache: Überall Fettpölsterchen. Ich bevorzuge ja den Begriff ‚love handles‘ – eben etwas, wo man sich beim Akt festhalten kann. Ist doch viel liebevoller als der bösartig klingende ‚Rettungsring‘, oder?

Abgesehen von Eisenmangel und niedrigem Blutdruck bin ich kerngesund und mein Hausarzt hat dieses Projekt begeistert abgesegnet. In den nächsten Wochen sind mehrere Dinge geplant, die mich von einer Couchkartoffel in ein halbwegs sportliches Wesen verwandeln sollen:

  • eine kohlenhydratarme, flexitarische Ernährung: mindestens vier Tage die Woche vegetarisch oder gar vegan. Ich gebe nicht viel auf Fleisch, Eier und Wurst, von daher wird das nicht weiter kritisch. Es sind eher Fisch und Meeresfrüchte, ohne die ich schwer kann. Umstellung wird für mich jedoch ein Leben ohne Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot, die laut Ernährungsberater bei mir die bösen Pölsterchen produzieren. Limonaden, Süßes, Knabberzeug oder Kuchen gibt es bei mir sowieso nur äußerst selten, von dieser Seite werde ich also nichts vermissen. Ich habe mich jedoch im letzten Monat intensiv mit veganem Essen beschäftigt und werde einmal versuchen, in wie weit ich bei meinem Alltag ein Low-Carb-Veganer werden kann. Ich war erschrocken, wie viel Mist man doch jeden Tag in sich rein stopft. Sojaprodukte, Quinoa & Co. und jede Menge Obst und Gemüse sind zumindest besorgt.
  • jede Menge Sport: Ich habe in den letzten Wochen mein Lauftraining ziemlich vernachlässigt. Das soll jetzt wieder fester Bestandteil meines Tagesablaufs werden. Zudem habe ich von dem 30-day-shred Programm erfahren. Das kommt dann an den Tagen zum Einsatz, an denen ich es nicht ins Fitness-Studio schaffe. Ich werde berichten, ob und wie das so klappt.
  • Mehr Wasser trinken. Die Aussage, dass ich sehr wohl jede Menge Wasser trinke, dass aber vorher noch durch Kaffee durchfilter, schien leider nicht zu überzeugen.
  • Weniger – oder besser noch – gar kein Koffein und Nikotin mehr. Ich habe mich schon nach Alternativen für meine Sucht umgesehen und werde auch darüber ein paar Artikel schreiben. Ich darf zudem voller Stolz berichten, dass ich im Urlaub kaum und seit Donnerstag Abend gar nicht mehr geraucht habe. Ich mach halt keine halben Sachen. Ich hoffe nur, dass ich mich mit dieser Rundum-Erneuerung nicht übernehme… Aber wie Jürgen Höller prägte:“Tschakka, du schaffst das!“

Dies soll keine Diät werden, sondern ein dauerhaft veränderter Lebensstil. Ich erwarte nicht, dass ich in 30 Tagen mit perfekter Bikini-Figur vor euch stehe. Das bringt sowieso nur einen Jojo-Effekt mit sich. Es wird lang dauern, bis sich Veränderungen zeigen, aber das ist okay, darauf bin ich vorbereitet. Durch Hashimoto-Thyreoiditis fällt es mir zudem seit jeher schwer, Kilos zu verlieren. Mir wurde bestätigt, dass sich unter dem Speck einiges an Muskelmasse versteckt, weswegen ich mich weniger auf Kraft-, sondern mehr auf Konditions- und Ausdauertraining verlegen werde. Ich möchte gern in den 10. Stock hoch, ohne nach ein paar Treppen schon wie eine Lok zu schnaufen.  Es geht hier nicht ums Abspecken, sondern um ein neues Lebensgefühl, dass ich mit gutem Gewissen und vor allem ohne Mangelerscheinungen und Nebeneffekt in meinen Alltag integrieren kann.

Ohne Viren. Ohne Bugs. Mit neuem UI, mehr Leistung und besserer Taktung. Ein völlig neues Update für Tante Tex. Die Beta-Phase läuft ab heute.

Ich bin voll motiviert. Wer macht mit?

fettweg_fun

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16 Kommentare

  1. Uh, wie spannend! Morgen in einer Woche starte ich mit einem 30 Tage vegan-Projekt. Und glutenfrei lebe ich auch weitgehend – letztlich wird das also auch ein Low carb-vegan-Ding bei mir.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, auch bzgl. des Rauchens! Das habe ich vor ziemlich genau einem Jahr aufgegeben, ich weiß, was du da durchmachst. 😉

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  2. Erstmal Chapeau, dass du dich so „entblößt“ … Weniger auf den Bildern, sondern mehr mit deinen Daten. Dass man den BMI in der Pfeife rauchen kann, hast du ja schon erkannt (auch wenn ich beim letzten Wiegen heftig auf und ab gehüpft bin, dass er endlich wieder unter 28 liegt, so ganz können wir uns von den Zahlen ja doch nicht lösen).
    Ich bin gespannt, wie du mit Low Carb zurechtkommst. Ich habe es eine Weile mit einem halben Low Carb probiert und von Milch- und Fruchtzucker Kohlenhydrate nur als Vollkornprodukte zum Frühstück gehabt. Ist mir aber nicht bekommen. Ich habe zugelegt und mich schlapp gefühlt.
    Ich bin dabei und verfolge, was du so treibst. 🙂

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    • Das mit dem ‚Entblößen‘ zwingt mich dazu, was zu tun. Jetzt ist es öffentlich und gibt mir Antrieb. Hätte ich diese bösen Zahlen für mich behalten, hätte ich sie vermutlich still und heimlich in eine Schublade gesteckt und mit Verdrängung geächtet. 😉
      Ich werde erstmal sehen, was der Kohlenhydratentzug mit mir und meiner Laune anstellt. Mein Notfallplan sieht vor, dass Mittags trotzdem mein geliebtes Kartoffelsüppchen auf den Tisch kommt, aber dafür eben keine KH mehr nach dem Mittag. Doch erstmal probier ich es mit kaltem Entzug. 😀

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  3. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg! Toll, dass du deinen Lebensstil ändern willst- ich bin sicher, dass du es hinkriegst. Mach nur nicht zu viel auf einmal, weil dein Körper dann schnell überfordert sein kann. Und wegen Kartoffeln und so weiter: Man kann sie ja trotzdem essen, nur eben seltener 🙂 Und pass auf, dass du nach dem Sport auch genaug Energie tankst, sonst hats du einen mega Durchhänger (Ich spreche aus Erfahrung, da kriegt man so richtig schlechte Laune und weiß nicht warum…)
    Ganz viel Glück und genieße es auch, dich wieder gesünder zu fühlen!
    Liebe Grüße

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  4. Hallo, Tex!
    Du siehst mich seeehr beeindruckt. Du machst keine halben Sachen, oder? 🙂 Du hast ja wirklich alles gemessen!
    Deine Motivation ist irgendwie ansteckend. Ich denke, ich werde mich dir anschließen, auch wenn ich es ein bisschen ruhiger angehen lassen werde. Okay, raus mit den Sport-BHs und her mit den Ernährungsplänen! Los geht’s! 😀
    LG, m

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