• Autor: Derek Landy
  • Titel: Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand
  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 4 (1. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785572689
  • ISBN-13: 978-3785572689
  • Genre: Jugendbuch/ Urban Fantasy

„Mr Pleasant. Sie sind ein Skelett.“
„Dann sind wir wohl wieder am springenden Punkt angelangt. Ja, ich bin, wie du sagst, ein Skelett. Und das nun schon seit geraumer Zeit.“
„Werde ich verrückt?“
„Ich hoffe nicht.“
„Dann sind Sie also echt? Es gibt Sie tatsächlich?“
„Vermutlich.“
„Soll das heißen, Sie sind nicht sicher, ob es Sie gibt oder nicht?“
„Ich bin mir ziemlich sicher. Aber ich könnte mich natürlich auch täuschen. Ich könnte irgendeine grässliche Halluzination sein, ein Produkt meiner Fantasie.“
„Sie könnten ein Produkt Ihrer eigenen Fantasie sein?“
„Es hat schon merkwürdigere Dinge gegeben.

Zusammenfassung (lt. Amazon): Er ist kein gewöhnlicher Detektiv.
Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau.
Er ist ein echter Gentleman.
Und. er ist ein Skelett.
Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie Skulduggery in eine Welt voller Magie begleiten – eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zum Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet.

Review: Mit Hut, maßgeschneidertem Anzug, Charme und spitzer Zunge löst ein ungewöhnlicher Detektiv ebenso ungewöhnliche Fälle in Dublin: Sein Name? Skulduggery Pleasant. Eingängig, oder?

Als ich das Cover sah, war ich zuerst skeptisch und vermutete ein fröhliches, wenn auch skuriles Jugendbuch. Groß war jedoch meine Überraschung, als die ersten Kugeln flogen, sich Schwerter mit Sensen kreuzten und die Figuren wegstarben wie in Game of Thrones.

Die Handlung war fesselnd, die Dialoge spritzig und die Wendungen nur schwer vorhersehbar. Die Charaktere hatte ich sehr schnell in mein Herz geschlossen: Neben Skulduggery und Stephanie hatten auch die Nebenfiguren ihre Chance, zu glänzen. Es fehlte mir bei einigen an Hintergrundwissen, aber da es eine Reihe ist, werde ich vermutlich bald auch den Rest in Erfahrung bringen, der mir in diesem ersten Teil gefehlt hat. Der Antagonist ist ein stereotypischer Bösewicht, der nur all zu gern lange Reden darüber hält, wie er die Weltherrschaft an sich zu reißen gedenkt. Diese Karikatur des typischen Evil Overlords brachte mich regelmäßig zum Schmunzeln.

„[…]Und du hast etwas, das ich haben will.“
„Ein sicheres Gefühl für Stil?“
„Den Schlüssel“, […]
„Keine Ahnung, wovon du redest.“[..]
„Da du die Information nicht freiwillig herausrückst, ist wohl ein wenig Folter angesagt.“
„Ah“, sagte der Detektiv, „ganz wie früher.“
„Ich erinnere mich an diese dunklen Herbsttage, an denen ich mir die Zeit damit vertrieb, an dir herumzuschnippeln und dich zum Schreien zu bringen.“
„Ein Spaß für die ganze Familie.“

Mit der Skulduggery Pleasant-Reihe habe ich eine Perle der Urban Fantasy für mich entdeckt, die sich ab sofort neben Dresden Files und Aaronovitchs Peter Grant-Reihe an einem Stammplatz in meinem Regal widerfinden wird. Der scharfzüngige Detektiv traf genau meinen Humor. Ich hoffe, dass die Qualität auch in den Folgebänden anhält.

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