• Autor: Ransom Riggs
  • Titel: Die Insel der besonderen Kinder
  • Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: PAN (2. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426283689
  • ISBN-13: 978-3426283684
  • Genre: Jugendbücher/Fantasy

Zusammenfassung (lt. Amazon): Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …

Er brachte einen Mann mit, der sich als Phantombildzeichner vorstellte. Er hatte einen dicken Zeichenblock dabei und bat mich, die Kreatur noch einmal zu beschreiben. Während ich das tat, zeichnete er, unterbrochen von kurzen Nachfragen.
„Wie viele Tentakel, sagtest du?“
„Drei.“
„Hab ich“, sagte er, als wären Monster für einen Polizeizeichner etwas ganz Alltägliches.

Review: Dieses Buch mit seinen zahlreichen Bildern und dem etwas gruselig anmutenden Cover hatte mich schon rein optisch angesprochen, als ich es in der Hand hielt. Als ich dann kurz reinlas, war mir klar, dass zwischen diesen zwei Deckeln ein besonderes Leseerlebnis stecken würde. Genau so besonders, wie es die Kinder sind, die unter Führung von Miss Peregrine in einem Kinderheim auf einer walisischen Insel leben.

Das Buch ließ sich flüssig lesen, so dass ich ziemlich schnell in das Abenteuer von Jacob eintauchen konnte. Dabei wurden die teilweise skuril anmutenden Bilder direkt in die Geschichte eingeflochten. Die Fotografien und deren Entstehung zogen sich konstant durch die Handlung, egal ob Jacob selbst Bilder machte oder sich zahllose Fotoalben ansah. Die Idee war schön und die Bilder selbst fasznierend. Teilweise wirkten sie jedoch zwanghaft in die Geschichte geschrieben. Oder genauer: als wäre die Geschichte für die Bilder geschrieben worden.

Ich hatte ein wenig Zeit, über meine Bewertung nachzudenken und bin unentschlossen: Die Idee hinter der Geschichte war spannend und ich werde auch die Nachfolger lesen, da man am Ende mit einem Cliffhanger das Buch zuklappt und ich definitiv wissen will, wie es denn nun weiter geht. Aus der Handlung lässt sich definitiv noch einiges heraus holen. Leider haben mich die Charaktere aber nicht überzeugt. Abgesehen vielleicht von Jacob fehlte es den anderen Figuren an emotionaler Tiefe. Wir erfahren wie sie aussehen und was sie so besonders macht, vielleicht noch einen Satz zur Hintergrundgeschichte hier und da, aber die Persönlichkeit fehlte.

Zudem habe ich aufgrund des Covers geglaubt, dass es sich um eine Gruselgeschichte handeln würde und war verwundert, als es sich als milde Fantasy entpuppte, die so gar nicht zu den teilweise bizarren Fotografien passen wollte. Für die Kinder mit den besonderen Fähigkeiten gibt es deswegen von mir solide 3 Tassen mit Platz nach oben für die Fortsetzung.

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Der Film zum Buch erscheint übrigens im November. Ich bin gespannt, was Tim Burton draus gemacht hat. Dieses etwas bizarre, aber fantasiereiche Buch, dass in Handlung und Wort zwischen Schwarzweiß und Bunt wechselt, scheint für ihn wie geschaffen. Wie ich mir den Trailer so anschaue, scheint es mir eine liebevolle und bildgewaltige Interpretation zu werden.

 

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