Ich liebe ja Pasta aller Art. Aber da ich ja nun die Vegan – For – Fit Challenge antreten werde und Nudeln oftmals Ei enthalten, musste ich mich nach einer Alternative umsehen. Also war ich im Kaufhaus auf der Jagd und fand mich erst einmal vor einem riesigen Aufbau der Firma Lurch, die mit dem Namen und dem Gesicht von Attila Hildmann warben. Sehr schlau. Schon fühlte ich mich im Konsumenten-Hamsterrad gefangen. Mein rebellischer Instinkt ließ mich jedoch zu dem handlicheren und etwas preiswerteren Gegner-Modell von GEFU greifen.

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Der Spirelli 2.0 ist mit seinen nicht mal 12cm Größe ein Gerät, dass man leicht in einer Schublade verstauen kann. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat es zudem einen nachschiebbaren Steckaufsatz, um sich beim letzten Gemüserest nicht in die Finger zu schneiden. Für ungeschickte Wesen wie mich ein großes Plus. Das Gerät besteht aus hochwertigem Kunststoff, japanischen Edelstahlmessern und den Haltegriffen, ebenfalls aus Edelstahl. Prinzipiell funktioniert jedes Gemüse bis 6 cm Durchmesser, also zum Beispiel Gurken, Zucchinis, Möhren, Kartoffeln, Rettich und rote Beete.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Das Gemüse wird ‚angespitzt‘ und dabei entstehen theoretisch Julienne-Endlos-Nudeln. Zur Wahl stehen 2 Klingen, die entweder 3 oder 5mm dicke ‚Zudeln‘ hervorbringen. Ich habe bei meinem ersten Test die Erfahrung gemacht, dass die breiteren Messer optimal für Gurken und Zucchini geeignet sind. Bei den dünnen Klingen dagegen klebt alles etwas zusammen. Kann man aber auseinander zupfen. Andersherum ist es bei Möhren: Die engeren Klingen stellen grandiose Möhrennudeln her, während sie bei der breiteren Variante leider schnell brechen. Aber das sind Erfahrungswerte, die ich jetzt gemacht habe. Ich werde weiter testen, welches Gemüse mit welchen Klingen besser geeignet ist.

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Dank dem Aufsatz blieben meine Finger heil und ich hatte nicht viele Reste. Die verschwanden im Mund. Alternativ kann man die aber auch einfach Old-School mäßig mit einem Messer zerkleinern. As you like.

Ich hatte den Dreh relativ schnell raus und für 2 Zucchinis, eine Gurke und 2 Möhren etwa 10 Minuten gebraucht. Ging auf jeden Fall schneller als mit dem Spargelschäler und war zudem optisch ansprechender. Je nach Härte des Gemüses muss man natürlich ein paar Muckis anstrengen, war aber selbst für meine dünnen Frauenärmchen machbar.

Zum Säubern: Ich hatte vermutlich gleich zu Beginn den Worst Case. Die spiralartigen Reste steckten in der dünnen Mitte des sanduhrförmigen Schneiders fest. Ich musste etwas Fingerfertigkeit aufwenden, um das Zeug heraus zu bekommen. Die Klingen hielt ich danach unter fließendes Wasser. Das klappt gut, solange noch nichts angetrocknet ist. Kleinere Reste, die noch an den höllisch scharfen Klingen hingen, erreichte ich gut mit einer Spülbürste. Für die privilegierten Leute mit Spülmaschine: einfach rein damit.

Ich für meinen Teil bin positiv überrascht. Die Gemüsenudeln gingen schnell, waren schön lang und knackig statt matschig. Die knapp 25 Euro haben sich bis jetzt gelohnt. Da der Hersteller 5 Jahre Garantie verspricht, bin ich gespannt, wie lang die japanischen Klingen tatsächlich scharf bleiben. Von mir gibt’s eine klare Kaufempfehlung.

rezeptÜbrigens habe ich die Nudeln in einem Knoblauch-Basilikum-Öl eingelegt, ordentlich angebraten und noch einmal 2-3 Minuten gegart. Ich wollte noch ein Foto machen, aber der Anblick und deliziöse Geruch müssen mich wohl umnebelt haben. Ich werde die nächsten Wochen jedenfalls Zucchini statt Spaghetti kaufen.

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